5. Trendkonferenz Aufsichtsrecht und Meldewesen

DIE BANKEN KÖNNEN BEIM NEUEN KREDITRISIKOSTANDARDANSATZ (KSA) DURCHATMEN.

Am 27.April haben sich im Maritim Hotel in Frankfurt am Main die Meldewesenexperten getroffen, um über aktuelle Trends zu diskutieren.

Wie die Teilnehmer der 5. Trendkonferenz Aufsichtsrecht und Meldewesen erfahren konnten, haben sich die Befürchtungen aus der Veröffentlichung des Basler Ausschusses zum neuen Kreditrisikostandardansatz im letzten Jahr nicht bestätigt und die massiven Änderungen im Bereich Ratings wurden abgemildert oder teilweise zurückgezogen. Das bedeutet für die Banken große Erleichterung, da wesentlich kleinere Erhöhungen des Kernkapitals für die Kreditrisiken nötig sein werden. 

Die Trendkonferenz wurde veranstaltet von msgGillardon in Zusammenarbeit mit BSM. In der entspannten Atmosphäre wurde über aktuelle Veröffentlichungen des Basler Ausschusses sowie der EU-Bankenaufsicht (EBA) informiert. BSM hat in Ihrem Vortrag über die Änderungen im Handelsbuch berichtet (Fundamental Review of trading book). Spannend war auch zu beobachten, wie ein Softwarehersteller mit diesem Thema umgeht.

Quo vadis interne Modelle… Die Zeichen rundum dessen verdichten sich, so dass diese in die Ungnade des Basler Ausschusses sowie der EZB gekommen sind. Bei der Offenlegung nach Säule 3 müssen sich die IRBA-Institute darauf einstellen, dass sie den Kreditrisikostandardansatz (KSA) vollständig implementieren müssen. Mit der Veröffentlichung der ersten Version des „Guide for the Targeted Review of Internal Models (TRIM)“ zwingt die EZB die IRB-Banken ihre Modelle zu prüfen. Es deutet alles darauf hin, dass sie eine europaweite Harmonisierung der internen Modelle anstrebt.

Die Teilnehmer wurden mit einem breiten Spektrum von aktuellen Themen konfrontiert. Und wenn man sich noch die Menge an offenen Konsultationen bei der EZB anschaut, es bleibt weiterhin sehr spannend und für die Banken herausfordernd. Denn alle Themen werden sie rechtzeitig implementieren müssen.